Der Blick über den Tellerrand – ein entscheidender Mehrwert

Löffel schaut über den Tellerrand

© Andreas Gruhl – fotolia.com

Sie waren sicher schon einmal in der Situation, dass Sie in einer Besprechung mit Kollegen/innen unterschiedlicher Abteilungen zusammensaßen – zu finden bspw. in der Kommunikation zwischen Fachabteilungen und der IT. Das kann sich schon mal als enorme Herausforderung darstellen, da der fachliche Background aufgrund von verschiedenen Fachtermini, Prinzipien, Theorien, Erfahrungen und methodischem Vorgehen sich deutlich unterscheidet. Ein beidseitiges Verständnis ist da nicht garantiert. Begriffe haben unterschiedliche Bedeutungen und das methodische Vorgehen stößt beim Gegenüber auf Unverständnis. Das Worst-Case-Szenario ist ein stetiges aneinander Vorbeireden und schlussendlich ein ergebnisloses Meeting. Man ist einfach sehr unterschiedlich.

Nun ist die Zusammenarbeit von Professionals aus unterschiedlichen Fachrichtungen (auch: interdisziplinäres Zusammenarbeiten) heutzutage nicht mehr wegzudenken und das ist auch gut so. Denn Verschiedenheit muss grundsätzlich nicht zur Belastung werden, zu Problemen führen und die Arbeit ausbremsen. Man kann aus ihr auch einen Nutzen ziehen.

Wenn Innovationsfähigkeit im Unternehmen gefragt ist, dann muss Vielfalt her und eine möglichst breite Betrachtung von Problemen und Lösungsansätzen. Demnach ist es förderlich, ein Team mit unterschiedlichem fachlichen Background zu besetzen. Der Mehrwert liegt in den verschiedenen Perspektiven, Erfahrungen und dem Knowhow der einzelnen Personen. Es wird nicht mehr dem einen Standardverfahren X gefolgt.

Durch unterschiedliche Sichtweisen erschließen sich neue Optionen für das Team als auch für jeden einzelnen persönlich. Man lernt von den Kollegen/innen und hat die Möglichkeit, über den Tellerrand seiner eigenen Fachlichkeit zu schauen. Man ergänzt sich untereinander und trägt zu einem komplexen ganzheitlichen Ergebnis bei. Die persönliche Arbeit wird reflektierter und zudem passgenauer bezüglich der besonderen Anforderungen der Kollegen/innen. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Innovationsfähigkeit,
  • Lernen von Anderen,
  • Verständnis für die Arbeit und Anforderungen des Kollegen/innen

Warum also nicht die unterschiedlichen Abteilungen zusammenbringen und den Austausch starten? Ein erster Schritt kann die gegenseitige Annäherung innerhalb der Organisation sein. Durch gezielte fachabteilungsübergreifende Workshops oder Communityactions à la ThinkTank kann man den Austausch initiieren: Sich für den anderen interessieren, zusammen etwas erarbeiten und dadurch ein gegenseitiges Verständnis gewinnen. So wird aus der Verschiedenheit kein Hindernis mehr, sondern eine Bereicherung.

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Markus Kleinschmidt

Markus Kleinschmidt

Markus Kleinschmidt ist Experte für die didaktische Konzeption und inhaltliche Produktion von digitalen und analogen Lernformaten. Einer seiner Schwerpunkte ist die betriebliche Weiterbildung mit Blick auf ganzheitliche unternehmensspezifische Anforderungen. Seit seinem Masterabschluss in „Erwachsenenbildung/Weiterbildung“ an der Universität Duisburg-Essen ist er in der Entwicklung neuer Lernformate und Produkte sowie der Kundenbetreuung/-beratung für CampusLab tätig.