Weiterbildung ist kein Findelkind

Weiterbildung: Mitarbeiter unter Zeitdruck

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Das Jahr hat begonnen und der erste Monat ist auch fast schon wieder verstrichen. Hatten Sie bisher Zeit, sich mit Ihrer beruflichen Weiterbildung auseinanderzusetzen? Vermutlich nicht. Und falls die Zeit da war, dann fehlte wahrscheinlich die Muse. Oder? Projektstress, Berufsalltag und andere Prioritäten. All das sind subjektiv vermeintlich legitime Gründe, das eigene Fachwissen und die eigene Fachkompetenz nicht zu erweitern. Zumindest nicht heute. Vielleicht morgen. Dabei ist die Weiterbildung so essenziell wie noch nie. Der Grund: Die Digitale Transformation.

Die Digitalisierung fordert von Unternehmen schnelle Innovationszyklen und flexible Aktionsfähigkeit. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, muss sich ein Unternehmen als Ganzes weiterentwickeln. Nämlich sowohl auf kultureller als auch auf personaler Ebene. Immer mehr Unternehmen setzen dabei auf selbstgesteuertes Lernen, um die Mitarbeitenden weiterzubilden. Hinter dem Lernangebot können interne Abteilungen oder aber auch externe Dienstleister stehen. Die Vorteile des selbstgesteuerten Lernens sind – gerade in Hinblick auf Projektstress und andere terminliche Hindernisse – unschlagbar: Die Mitarbeitenden können ihre Weiterbildung innerhalb des vorgegebenen thematischen Rahmens selbstständig und flexibel gestalten.

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So schön das selbstgesteuerte Lernen in der Theorie auch funktioniert, stößt es in der Realität manchmal an die Grenzen des Alltags. Größte Hindernisse aus Sicht der Mitarbeitenden bei der Weiterbildung in Eigenregie können sein: Fehlende Motivation, falsche Priorisierung und schlechtes Zeitmanagement. Doch auch aus Sicht des Führungspersonals könne sich Hindernisse auftun, nämlich genau dann, wenn die Weiterbildung aus projekttechnischen Gründen immer hintenanstehen muss oder gar als vermeintliche Zeitverschwendung betrachtet wird – schließlich bleibt ja die eigentliche Arbeit während der Weiterbildung liegen, richtig? Richtig und doch falsch. Das mag punktuell zutreffen, aber der daraus gezogene Mehrwert lässt sich langfristig zugunsten aller kommenden Projekte nutzen. Und nicht zu vergessen: Wenn die Mitarbeitenden in diesen Zeiten der schnellen Entwicklungen, Meilensteine und technischen Revolutionen nicht mit der Zeit gehen, können sie ganz schnell zum Stillstand kommen. Aufgrund von Know-How-Mangel.

Folgende Maßnahmen können zum einen die Motivation der Mitarbeitenden steigern und zum anderen den Lernerfolg visualisieren:

  • Zeitkontingente gewähren: Das Unternehmen kann dem Personal eine bestimmte Anzahl an Arbeitstagen im Jahr für Weiterbildungsmaßnahmen explizit zur Verfügung stellen
  • Mindestaufwand festlegen: Wöchentliche Soll-Stunden einführen, die für Weiterbildung eingesetzt werden müssen
  • Zertifikate erwerben: Zur verbesserten Erfolgskontrolle für alle Beteiligten können am Ende von E-Learning Lektionen oder Kursen angemessene Prüfungsfragen stehen
  • Gamification (Didaktische Ebene) nutzen: Durch ein System aus Level, Punkten, Rangabzeichen, Herausforderungen, für alle im Programm sichtbare Meldungen über besondere Leistungen etc. können Fortschritte belohnt und visualisiert werden.
  • Gamification (Unternehmensebene) nutzen: Mithilfe eines bestimmten Punktesystems können in bestimmten Zeitzyklen die erfolgreichsten oder eifrigsten Lernenden öffentlichkeitswirksam ausgezeichnet und optional mit einem Preis belohnt werden.

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Osman Binici

Osman Binici

Osman Binici ist Experte für Kommunikation. An der Eberhard Karls Universität in Tübingen studierte er Allgemeine Rhetorik mit den Schwerpunkten auf Unternehmenskommunikation und didaktischer Rhetorik. Nach seinem Master-Abschluss war er als freiberuflicher Kommunikationstrainer und Autor in der Weiterbildung tätig. Mittlerweile unterstützt er das CampusLab als Marketing- und Projektmanager.