Blended Learning – die Mischung macht’s!

Immer häufiger findet E-Learning Einzug in die Weiterbildungslandschaft. Doch was zeichnet E-Learning eigentlich aus? Die Vorteile liegen auf der Hand: Flexibilität, Mobilität, Unabhängigkeit von Zeit und Raum, die mediale Vielfalt oder aber auch die Reduzierung der Kosten von Weiterbildungsmaßnahmen sind nur einige Beispiele.

Was bei dieser Form der Wissenserlangung jedoch oft in den Hintergrund rückt, ist die Auseinandersetzung mit verschiedensten Thematiken im Team. Dabei bietet die Bearbeitung und Diskussion einer Aufgabenstellung in der Gruppe einen enormen Mehrwert. Obgleich der digitale Kommunikationsweg heutzutage oft gewählt wird und sich durchaus bewährt hat, so ist dennoch die soziale Interaktion auch im IT-Umfeld mehr denn je gefragt. Besonders in der IT, die oft als Unterstützer und Bindeglied anderer Fachbereiche fungiert, ist ein Arbeitsplatz längst kein abgeschlossenes Silo mehr. Soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit oder Kritikfähigkeit sind daher für die Arbeit im Team unabdinglich. Personalkompetenzen, wie beispielsweise Innovationsfähigkeit und Kreativität und Fachkompetenzen wie Präsentationsfähigkeit oder Problemlösefähigkeit sind sowieso stets gefordert. All diese Kompetenzbereiche lassen sich trainieren und sind in einer Präsenzveranstaltung oft besser zu integrieren. Persönliche Interaktion ist im Arbeitsprozess unabdinglich und sollte daher ebenso wie fachliches Wissen gefördert werden.[1]

Darum bietet sich ein hybrides Lernformat an, um die Möglichkeit vielfältige Lernszenarien, Methoden und Medien zu vereinen. So ergänzen sich virtuelle und nicht-virtuelle Seminareinheiten zu einem Ganzen. Inwiefern man diesen Mix gestaltet, ist von vielen Bedingungen abhängig, die zum Beispiel den Lernbedarf, die Zielgruppe oder aber auch das Thema an sich betreffen können.

Der Bitkom schreibt diesbezüglich in einer Weiterbildungs-Studie von 2011, dass „(…) vor allem Blended Learning das optimale Lernformat für berufserfahrene IT-Experten ist. Voraussetzung sind in diesem Fall ein hoher Praxisbezug, ein lösungsorientierter Ansatz sowie ihre Anerkennung als Experten. So kann sich arbeitsplatzintegriertes Lernen am PC für die IT-Spezialisten besonders eignen, um lebenslanges Lernen zu unterstützen.“[2]

CampusLab nutzt ebenfalls die mediale Aufbereitung von Lerninhalten und unterstützt so die Präsenzveranstaltungen. So wird eine Vertiefung und flexible Wissensaneignung gesichert, die unabhängig von festen Seminarterminen möglich gemacht wird. Auf Campuslab-Online werden E-Learning-Einheiten z.B. mit Videos, Screencasts oder Übungen zur Kontrolle des Lernfortschritts ermöglicht, die ein selbstgesteuertes Lernen zusätzlich zu den Präsenztagen realisierbar machen.


[1] Kompetenzen und Teilkompetenzen nach dem ITAQU-Kompetenzmodell der arbeitsprozessorientierten Weiterbildung im IT-Weiterbildungssystem vgl. Schröder, Th. (2004): Arbeitsprozess- und Kompetenzanalyse als Basis der Qualifizierung zum IT-Spezialisten. In Meyer, R. u.a. (Hrsg.): Kompetenzen entwickeln und moderne Weiterbildungsstrukturen gestalten. Münster, New York, S.193-206

[2] http://www.bitkom-service.de/files/documents/Weiterbildung-in-der-ITK-Branche-2011.pdf (S. 6) aus Umfrage des BITKOM e.V. „E-Learning 50plus“, 2011.

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Markus Kleinschmidt

Markus Kleinschmidt

Markus Kleinschmidt ist Experte für die didaktische Konzeption und inhaltliche Produktion von digitalen und analogen Lernformaten. Einer seiner Schwerpunkte ist die betriebliche Weiterbildung mit Blick auf ganzheitliche unternehmensspezifische Anforderungen. Seit seinem Masterabschluss in „Erwachsenenbildung/Weiterbildung“ an der Universität Duisburg-Essen ist er in der Entwicklung neuer Lernformate und Produkte sowie der Kundenbetreuung/-beratung für CampusLab tätig.