Agil Lernen – Warum agile Prinzipien auch zum Lernen taugen

Agil Lernen: Kollegen am Arbeitstisch

Angenommen, Sie stehen mit Ihrer Abteilung vor der Herausforderung, etwas für Sie komplett Neues innerhalb kürzester Zeit aneignen zu müssen. Sie haben also aktuellen Bedarf, sich ein neues Wissensgebiet zu erschließen und entsprechende Kompetenzen für Ihren Arbeitsalltag zu erwerben.

Falls Sie mit agiler Arbeitsweise vertraut sind, dann setzen Sie die Herausforderung doch als agiles Lernprojekt um. Es gibt eine Reihe von Prinzipien und Regeln, die beispielsweise aus dem Scrum-Framework für den eigenen Lernprozess genutzt werden können. Agilität soll zu Veränderungen führen und das soll Lernen ebenso. Folgend stelle ich 4 Gedanken als Anregungen vor:

Regelmäßige Feedbackzyklen

In Anlehnung an den Sprint aus Scrum und den darin enthaltenen Scrum Events sollte man sich einen zeitlich festgelegten Rahmen schaffen und rituelle Feedbackmechanismen einführen. Das kann bspw. innerhalb einer Lerngruppe in regelmäßig stattfindenden Meetings geschehen oder aber durch Prüfung des Erlernten. Ziel ist die stetige Reflexion des Lernfortschritts und die Ausrichtung auf das zuvor festgelegte Lernziel.

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Lernziel mit echtem Wert

Das Definieren eines Ziels mit echtem Wert ist enorm wichtig für jede Lerniteration. Lernerfolg, vor allem im beruflichen Kontext, bedeutet, dass sie eine wirkliche Verbesserung oder benötigte Veränderung in ihrer täglichen Arbeit erfahren. Sie wollen, dass ihr zuvor angeeignetes Know-how auch in der Umsetzung am Arbeitsplatz praktikabel ist.

Wechselnde Anforderungen

Kurze Lernzyklen machen es möglich, dass sie neu aufkommende Themen oder Bedarfe in ihren Lernpfad umgehend mit aufnehmen oder ergänzen können. Was bringt ihnen ein Präsenzseminar, wenn es erst in 6 Monaten stattfindet, Sie aber jetzt das Know-how benötigen. Sie können auf diese Weise kurzfristig Bedarfe anpassen oder abdecken. Hinzu kommt, dass Ihr Bedarf mit hoher Wahrscheinlichkeit in 6 Monaten ein anderer sein wird als heute.

Selbstorganisation und Crossfunktionalität

Erkennen Sie ihre Bedarfe selbst. Entwickeln sie ihren eigenen Lernpfad und organisieren sie sich selbstständig. Agilität erfordert von jedem Beteiligten Selbstverantwortung. Wenn es jedoch richtig umgesetzt wird, dann sind Sie nicht auf sich alleine gestellt. Gemeinsames Lernen im Team, die Unterstützung durch erfahrene Lerncoaches bzw. Fachexperten oder aber auch die Führungskraft können wichtige Ankerpunkte und Unterstützungen sein. Gemäß Crossfuntionalität trägt jeder seinen Beitrag dazu bei, indem die Fähigkeiten eines jeden genutzt werden.

Agile Vorgehensweisen à la Scrum sind zu einem großen Teil auf jegliche komplexe Prozesse anwendbar. Der Lernprozess ist definitiv als komplexer Prozess anzusehen und scheitert nicht selten bzw. führt nicht immer zum gewünschten effektiven Erfolg. Auch für das Lernen müssen Konzepte und Möglichkeiten geschaffen werden, mit Ad-hoc-Anforderungen von Know-how umzugehen.

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Markus Kleinschmidt

Markus Kleinschmidt

Markus Kleinschmidt unterstützt CampusLab in der Kundenbetreuung sowie in der Projekt- und Produktentwicklung. Er ist Masterabsolvent der Erwachsenenbildung und Weiterbildung mit den Schwerpunkten der beruflichen/betrieblichen Weiterbildung sowie Mediendidaktik. Er richtet seinen Blick auf zeitgemäße Lernformen sowie innovative Lernkonzepte und folgt dem Ansatz der ganzheitlichen Betrachtung.